Info

Liebe Patientin, lieber Patient

Bei Ihnen ist ein ambulanter Eingriff in Narkose geplant. Als Fachärzte für Anästhesie sorgen wir dafür,
dass Sie diesen Eingriff sicher und ohne Schmerzen überstehen.
Bei ambulanten Narkosen gelten die gleichen Sicherheitsmaßnahmen wie bei stationären Eingriffen.
Am OP-Tag beachten Sie bitte folgendes, um Komplikationen zu vermeiden:

  • Bringen Sie bitte alle Befunde und den Vorbereitungsbogen mit
  • Sechs Stunden vor der OP dürfen Sie nichts mehr essen, keine Bonbons lutschen und
    keinen Kaugummi kauen. Allerdings ist Wasser trinken bis zwei Stunden vorher erlaubt;
  • notwendige Medikamente dürfen (nach vorheriger Absprache) mit einem Schluck Wasser bis kurz vor der OP eingenommen werden.
  • Ziehen Sie sich zu Ihrem OP Termin bequeme Kleidung an und verzichten Sie auf Schmuck,
  • schminken Sie sich nicht und tragen Sie keinen Nagellack.
  • Ein Infekt der Atemwege/Bronchien sollte mehr als zwei Wochen zurückliegen.
  • Bringen Sie bitte Ihre e-Card mit.
  • Diabetiker sollten am OP Tag eher einen höheren Zucker haben und ihr Insulin mitbringen. Zuckertabletten am OP-Tag bitte weglassen.


Vor dem Eingriff

Zuerst wird ein Elektrokardiogramm (EKG) angelegt und der Blutdruck wird gemessen. Das EKG läuft
während des gesamten Eingriffes auf einem Monitor mit, und der Blutdruck wird in regelmäßigen
Abständen automatisch gemessen. Zusätzlich wird mit einem Fühler am Finger die
Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen. Als nächstes bekommen Sie einen Venenzugang gelegt,
über den Sie Infusionen zugeführt bekommen.
Abschließend werden Sie noch bequem auf dem OP-Tisch gelagert.

 

Die Narkose


Die Narkose schaltet Bewusstsein und Schmerzempfinden aus. Sie befinden sich in einem schlafähnlichen
Zustand. Das Narkosemittel wird entweder über eine Vene oder über den
Beatmungsschlauch (als Narkosegas) kontinuierlich bis zum Ende des Eingriffs zugeführt.
Erst wenn die Zufuhr beendet wird, wachen Sie wieder auf. Während der Narkose werden Ihre
Atemwege über einen Schlauch gesichert, der über die Nase in die Luftröhre eingeführt wird. Dieser
Schlauch wird entfernt, bevor Sie wieder erwachen. Der Anschluss an der Vene bleibt aus
Sicherheitsgründen noch im Arm, bis Sie richtig wach sind.


Nach dem Eingriff


Ungefähr eine halbe Stunde nach der Narkose ist trinken in kleinen Mengen (Wasser) erlaubt.
Nach der Narkose bleiben Sie rund eine Stunde unter Anwesenheit einer Aufsichtsperson in
Überwachung. Während dieser Zeit werden Blutdruck und Atmung regelmäßig kontrolliert.
Wählen Sie eine Person Ihres Vertrauens aus, die Sie am OP-Tag begleitet. Diese Person sollte Sie
nach Hause bringen und auch die Nacht bei Ihnen verbringen.
Wenn Sie zuhause bei nachlassender Betäubung Schmerzen spüren, nehmen Sie die verordneten
Schmerztabletten gemäß der angegebenen Dosierung. Beachten Sie bitte die Anweisungen der
behandelnden Ärzte.
Sollten zuhause Schüttelfrost, Übelkeit oder Atemstörungen auftreten können Sie uns natürlich
jederzeit anrufen.


Die Risiken


Ärztliche Eingriffe sind wie das gesamte Leben nicht ohne Risiko. Durch moderne Narkosemittel und
Überwachungsmonitore sinkt heute das Narkoserisiko deutlich unter das Risiko im Straßenverkehr zu
verunglücken.
Sehr selten kommen vor: Einatmen von Erbrochenem, Allergien, Infektionen, Blutvergiftung, Gefäßund
Nervenverletzung, Übelkeit und Erbrechen, Verletzung der oberen Atemwege,
Krankenhauseinweisung.
Selten kommt es zu Atemstörungen, Blutergüssen, Nasenbluten, Beschädigung
von Zähnen/Zahnverlust und Heiserkeit. Vorübergehende Halsschmerzen sind die häufigste Störung.