FAQ

Wie lange dauert eine Narkose?

Eine Narkose dauert nicht länger, als der geplante Eingriff. Die Narkosemedikamente sind sehr kurz wirksam und dadurch auch sehr präzise steuerbar.

Die durchschnittliche Narkosedauer beträgt rund 2 – 3 Stunden.

 

Ist mir nach der Narkose übel?

Moderne Narkosemedikamente haben deutlich weniger Nebenwirkungen als früher verwendete Präparate. Sollten Sie aber leicht zu Übelkeit (im Auto, im Bus) neigen, kann man mit antiemetischen Medikamenten dagegen steuern und Ihnen so die unmittelbare Zeit nach der Narkose erleichtern.

 

Wann darf ich wieder Auto fahren?

Nach 24 Stunden sind die Medikamente soweit abgebaut, das Sie wieder ein Fahrzeug lenken dürfen. In dieser Zeit dürfen Sie auch keine Maschinen bedienen oder Verträge abschließen.

 

Wann darf ich wieder arbeiten?

Auch für ihre Arbeit gilt es, dass die Medikamente nach 24 Stunden abgebaut sind. Sie sind also nach einem Tag wieder zu 100% einsetzbar.

 

Wann darf ich wieder essen und trinken?

Prinzipiell dürfen sie nach der Narkose essen und trinken. Allerdings empfehlen wir, anfangs nur kleine Schlucke Wasser oder Tee (Getränke ohne Kohlensäure) zu  sich zu nehmen. Wenn Sie diese vertragen, spricht nichts dagegen, leicht kaubare und verdaubare Nahrung zu sich zu nehmen. Allerdings müssen auch die Anweisungen des Operateurs (z.B. Zahnarztes) beachtet werden.

 

Die kleine Narkose…

Die kleine Narkose gibt es nicht. Die Narkose läuft immer gleich ab, die Dauer der Narkose variiert je nach Eingriff. In Absprache mit Ihrem Operateur und Ihrem Anästhesisten wird die  für Sie optimale Narkosedauer besprochen.

 

Regionalanästhesie-Reicht die Betäubung für die Zeit der Operation aus?

Normalerweise reicht die Regionalanästhesie für die Zeit der Operation aus. Wird eine längere oder unsichere Operationsdauer erwartet, wird ein Verweilkatheter platziert , über den bei Bedarf jederzeit Medikamente nachgespritzt werden können.

 

Bin ich während der Operation wach?


Bei Wunsch kann der Patient die Operation schmerzfrei und wach erleben. Wenn er jedoch etwas schlafen möchte, können wir ein Schlaf- oder Beruhigungsmittel in die Infusion geben. Zur Entspannung können Sie Musik über Kopfhörer geniessen.

Gewisse Eingriffe werden in einer Kombination von Regional- und Allgemeinanästhesie durchgeführt. Dabei wird bei Patienten im Erwachsenenalter aus Sicherheitsgründen zuerst die Regionalanästhesie angelegt und danach die Allgemeinanästhesie eingeleitet. Bei Kindern hingegen werden die Regionalanästhesien meist im Schlafzustand durchgeführt.
 

Kann ich bei der Operation zuschauen?


Bei jeder Operation muss das Eindringen von Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen in die Wunde mit allen Mitteln verhindert werden. Die Haut wird daher vorher sorgfältig desinfiziert, das Operationsfeld nach allen Seiten mit sterilen Tüchern abgedeckt. In der Regel kann daher der Patient nicht bei der Operation zuschauen. Ausnahmen bilden Gelenkspiegelungen (Arthroskopien), bei denen die Patienten bei Wunsch die Operation auf einem Bildschirm mit verfolgen können.
 

Wie schnell wirkt die Regionalanästhesie?


Die Wirkung der Lokalanästhetika setzt innerhalb einiger Minuten ein, es kann aber manchmal länger dauern, bis die Anästhesie ihre volle Ausprägung erreicht hat. Auch hier zeigt sich wie beim Schmerzempfinden die individuelle Anatomie und Reaktion des Nervensystems.
 

Kann ein bleibender Schaden durch die Regionalanästhesie entstehen?


Alle für die Regionalanästhesie verwendeten Materialien und Medikamente wurden speziell im Hinblick darauf entwickelt, das Risiko einer Nervenschädigung möglichst auszuschliessen.

Es kommt selten vor, dass gewisse blockierte Areale verspätet erwachen oder vorübergehend kribbelnde Empfindungsstörungen für einige Tage auftreten.

Bleibende Schäden wie Nervenausfälle oder -schmerzen kommen heute sehr selten vor. Sie sind durch eine spezifische frühzeitige Behandlung meistens verhinderbar oder erträglich zu machen. Die Prophylaxe liegt auch in den Händen der Patienten – sie müssen sich nicht nur über die vorgesehene Regionalanästhesie genau informieren, sondern sich auch bei Schmerzen, Funktionsausfall und anderen Störungen unverzüglich beim zuständigen Anästhesiearzt oder beim Hausarzt melden.